Argumente
Mobilität für alle
VERAS ist nicht einfach ein Strassenprojekt, sondern ermöglicht mit seiner Gesamtmobilitätskonzeption, dass Bahn, Bus, Auto, Velo und Fussgänger mehr Platz erhalten. Es gibt weniger Stau, die Busse können pünktlich verkehren und die Bahn öfters fahren. Die beiden SBB-Bahnübergänge blockieren bereits seit Jahrzehnten den Verkehrsfluss durch Suhr. Dank VERAS können auf der SBB-Linie Lenzburg-Zofingen Personen- und Güterverkehr deutlich ausgebaut werden, ohne dass davon der Busverkehr oder die Autos auf den Strassen tangiert werden. Mit der Entflechtung von SBB-Linie und Strasse können künftig mehr Busse auch das Arbeitsplatzgebiet im Wynenfeld erschliessen. Der öffentliche Verkehr wird so nicht nur auf der Bahn, sondern auch auf der Strasse weiter ausgebaut. Indem mit der Südumfahrung von Suhr ein Grossteil des Autoverkehrs aus dem Dorf hinausgenommen werden kann, entsteht Raum, der für die Velo und Fussgänger besser nutzbar gemacht werden kann. So werden der Fuss- und Radverkehr im Dorfzentrum von Suhr gefördert. Es entstehen aber auch neue attraktive Radrouten zwischen Oberentfelden und Suhr oder zwischen dem Wynenfeld und Gränichen.
Mehr Sicherheit
Heute teilen Auto, Velo und Fussgänger innerhalb der engen Platzverhältnisse durch Suhr hindurch die Strassen. Durch konsequente Trennung der Verkehrsträger und deutlich weniger Verkehrsaufkommen im Dorfzentrum erhöht sich die Sicherheit vor allem für die schwächsten Verkehrsteilnehmer, nämlich für den Fuss- und Veloverkehr. Heute führen stark belastete Kantonsstrassen durch das Dorfzentrum von Suhr. Kinder, Fussgängerinnen und Velofahrer teilen sich den Raum mit dem Durchgangsverkehr. Mit VERAS wird ein grosser Teil des Autoverkehrs aus dem Dorfzentrum verlagert. Dadurch entstehen sicherere Strassenräume, bessere Querungsmöglichkeiten und attraktivere Wege für Fuss- und Veloverkehr. Gerade für Kinder und ältere Menschen bedeutet das mehr Sicherheit im Alltag. VERAS ist damit auch ein wichtiger Beitrag an die Verkehrssicherheit, was die Attraktivität für den Fuss- und Veloverkehr stark erhöht und mit einer deutlichen Zunahme in diesem Bereich zu rechnen ist.
Weniger Stau – weniger Emissionen
Heute stehen Fahrzeuge im Raum Suhr täglich im Stau oder fahren Umwege durch Wohnquartiere. Stop-and-Go-Verkehr verursacht besonders hohe Emissionen und Lärm. Mit VERAS wird der Verkehr geordnet geführt. Staus werden reduziert und der Verkehr fliesst gleichmässiger. Das senkt Lärm- und Schadstoffbelastung und entlastet Wohnquartiere. Gleichzeitig wird der öffentliche Verkehr gestärkt und der Veloverkehr gezielt gefördert.
Lebensqualität steigern
Die Bevölkerung im Raum Suhr leidet heute unter dem enormen Verkehrsaufkommen. Entweder direkt an den Kantonsstrassen oder auch aufgrund des Ausweichverkehrs. Mit VERAS gibt es weniger Verkehr in den Dorfzentren, was auch weniger Lärm und höhere Lebens- und Aufenthaltsqualität bedeutet. Dank VERAS können die Strassenräume attraktiver gestaltet und aufgewertet werden. Der Verkehr wird mit flankierenden Massnahmen beruhigt, womit eine qualitative Innenverdichtung von Suhr ermöglicht wird.
Wirtschaftsstandort stärken
Staustunden verteuern die Dienstleistungen für die Bevölkerung, die eingeschränkte Erreichbarkeit und tiefe Zuverlässigkeit verschlechtern die Attraktivität der Region als Arbeitgeber und Einkaufsmeile. Die vielen Staustunden wirken sich direkt auf das einheimische Gewerbe, den Handel und die Industrie aus. Und dies nicht nur im Raum Suhr, sondern im gesamten Wynental. Die Region Aarau–Wynental gehört zu den dynamischsten Räumen des Kantons Aargau. Bevölkerung und Arbeitsplätze wachsen kontinuierlich. Damit Mobilität auch in Zukunft funktioniert, braucht es eine Infrastruktur, die dieses Wachstum bewältigen kann. VERAS schafft die Grundlage dafür, dass Verkehr, Siedlungsentwicklung und Lebensqualität langfristig im Gleichgewicht bleiben.
Finanzierung ist gesichert
Die Kosten für VERAS belaufen sich brutto auf 384.33 Millionen Franken. Suhr beteiligt sich pauschal mit 10.28 Millionen Franken. Die Gemeindeversammlung von Suhr hat diesen Beitrag bereits gesprochen. Gränichen hat ebenfalls einen Solidaritätsbeitrag von 2 Millionen Franken zu Gunsten der Gemeinde Suhr bewilligt. Der Bund wird aufgrund der hohen verkehrlichen Wirkung einen hohen zweistelligen Millionenbetrag beisteuern. Weitere Kosten tragen die Werkeigentümer. Auf den Kanton Aargau entfallen letztlich netto Kosten in Höhe von 263.87 Millionen Franken. Die Finanzierung der Beiträge sind allesamt gesichert. Derjenige des Kantons Aargau erfolgt aus der Spezialfinanzierung Strassenrechnung, der aus den Beiträgen aus der kantonalen Motorfahrzeugsteuer und Pauschalbeiträgen des Bundes gespiesen wird. Es werden also keine ordentlichen Budgetmittel des Kantons Aargau für dieses Projekt verwendet.
Minutiös geplant und breit abgestützt
VERAS ist kein kurzfristig entwickeltes Projekt, sondern das Resultat eines langjährigen Planungsprozesses. Während mehr als zehn Jahren wurden verschiedene Varianten geprüft und gemeinsam mit Gemeinden, Fachstellen und Interessenvertretern weiterentwickelt. In einem umfassenden Mitwirkungs- und Partizipationsverfahren konnten Gemeinden, Organisationen und Bevölkerung ihre Anliegen einbringen. Das heutige Projekt ist das Ergebnis dieses breiten Dialogs und berücksichtigt sowohl verkehrliche als auch raumplanerische und ökologische Aspekte. Der Grosse Rat hat das Projekt deshalb auch mit deutlicher Mehrheit unterstützt.
Region steht dahinter
Heute leidet die gesamte Region unter dem hohen Verkehrsaufkommen im Raum Suhr - entweder aufgrund der vielen Staustunden oder des Ausweichverkehrs. Und VERAS hilft, den Ausweichverkehr aus dem Wynental in das Seetal und Suhrental zu reduzieren. Das ist auch der Grund, warum die gesamte Region hinter VERAS steht: Die Gemeinden Suhr, Gränichen, Ober- und Unterentfelden, der Regionalplanungsverband Aargau Süd, der Regionalplanungsverband Aarau, der Lebensraum Lenzburg-Seetal.