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Eine vielversprechende Perspektive für Suhr und die gesamte Region

  • 27. Mai
  • 2 Min. Lesezeit

Von Maja Riniker, Nationalrätin, publiziert in der az Aargauer Zeitung vom 27.05.2026


Ich lebe seit 23 Jahren in Suhr. In dieser Zeit habe ich die Verkehrsentwicklung nicht nur täglich erlebt, sondern auch politisch eng begleitet. Die Situation ist seit Jahren dieselbe: Stau, blockierte Bahnübergänge, Ausweichverkehr durch Quartiere – und ein Dorfzentrum, das darunter leidet.


Genau hier setzt Veras an. Wichtig ist: Veras ist kein reines Strassenprojekt, sondern eine Gesamtlösung für die Mobilität in unserer Region. Bahn, Bus, Auto, Velo und Fussverkehr werden gemeinsam gedacht.


Ein zentrales Element ist die Entflechtung von Bahn und Strasse. Heute blockieren geschlossene Barrieren beim Pfister regelmässig den Verkehr. Künftig kann die Bahn mehr Kapazität anbieten, während der Verkehr auf der Strasse wieder verlässlich fliesst. Davon profitieren Pendlerinnen und Pendler ebenso wie der Güterverkehr.

Für Suhr bedeutet Veras vor allem eines: spürbare Entlastung. Weniger Durchgangsverkehr im Zentrum, weniger Stau und weniger Ausweichverkehr durch Wohnquartiere. Das erhöht die Lebensqualität, reduziert Lärm und Emissionen und macht Schulwege sicherer.


Gleichzeitig ist Veras ein klar regionales Projekt. Es geht nicht nur um Suhr, sondern um die Anbindung des gesamten Wynentals. Heute staut sich der Verkehr regelmässig zurück bis nach Gränichen – mit gravierenden Auswirkungen für Pendler und das Gewerbe. Veras sorgt dafür, dass dieser Verkehr künftig besser abfliessen kann.


Auch wirtschaftlich ist das Projekt wichtig: Staus kosten Zeit und Geld. Eine bessere Erreichbarkeit stärkt das Gewerbe und zentrale Arbeitsgebiete wie das Wynenfeld und erhöht die Standortattraktivität der ganzen Region.


Weniger Stau bedeutet zudem weniger Emissionen und weniger Ausweichverkehr durch Quartiere. Veras verbessert damit nicht nur den Verkehrsfluss, sondern auch die Umwelt- und Lebensqualität vor Ort.


Nicht zuletzt schafft Veras langfristige Planungssicherheit. Das Projekt ist über Jahre hinweg entwickelt worden und trägt den unterschiedlichen Bedürfnissen in der Region Rechnung. Eine solche Gesamtlösung bietet sich nicht alle Tage.


Das Projekt ist breit abgestützt, sorgfältig geplant und solide finanziert (Kostenteiler Bund, Kanton, Gemeinden). Es bietet die seltene Chance, mehrere Verkehrsprobleme auf einmal zu lösen.


Jetzt haben wir die Möglichkeit, ein seit Jahren bekanntes Problem endlich wirksam anzugehen – für Suhr und für die ganze Region. Diese Chance müssen wir nutzen.

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